Kölsch, Kompjuter & Kicken - darum geht's - unter anderem - in diesem Blog. Statt buntem Schnickschnack gibt's Information und Meinung - nämlich meine. Muss nicht immer gefallen.





ANGST ESSEN SEELE AUF


Pünktlich zu Halloween schafft es der glorreiche #effzeh, mich soweit zu gruseln, dass mir eine Gänsehaut auf dem Rücken wächst. Gänsehaut? Nein, man kann hier eher schon von einer ausgewachsenen Beulenpest sprechen. Uns ist natürlich allen klar, dass der #effzeh seinem gesellschaftlichen Auftrag zur Wahrung der traditionellen kölschen Volksbelustigungen (Karneval) als auch Volksbegruselung (eben Halloween) grundsätzlich versucht, bestmöglichst gerecht zu werden. Was unser Verein jedoch zu Halloween 2019 abgeliefert hat, wird seiner Selbstwahrnehmung nun wahrlich gerecht: Es ist ein echtes Meisterstück..

Grusel-Faktor: Die Geschäftsführung Sport

Seit einer ganzen Weile geistert ja bereits das Gerücht eines Abschieds unseres Geschäftsführers Sport durch den Grüngürtel. Man kann von Armin Veh halten, was man mag, aber ein Abschied wöge schwer, da er die treibende Kraft hinter der Neuausrichtung des Clubs (sportlich als auch in den Gremien) war. Geht Veh, entsteht hier ein Vakuum, wobei sich die Frage stellt, ob sowohl der neue Vorstand als auch ein neuer Geschäftsführer hier im im Falle eines Abschieds nicht doch eigene Ideen präferieren.
Hinzu kommt, dass ein Abschied Armin Vehs ein heftiger Schlag in's Transfer-Kontor (Winter 2019, Sommer 2020) wäre. Auch stellt sich die Frage, inwiefern ein solcher Abschied Einfluß auf gerade neu besetzte Positionen (Frank Aehlig, Willi Kronhardt) hat.

( Update )

Nun ist die schwarze Halloween-Katze also aus dem Sack und der #effzeh ab Sommer ohne Geschäftsführer Sport, wie gerade verkündet:


Grusel-Faktor: Die Geschäftsführung

Alexander Wehrle mag Köln, Kölsch & Karneval. Vor allem die offene Lebensart, der man in der rheinischen Metropole pflegt, ist für ihn ein unbestrittener Wohlfühl-Faktor.

Alexander Wehrle ist aber auch ehrgeizig:

Die Projekte "Ausbau Geißbockheim" als auch "Stadion-Umbau / -Ausbau" sind seine Babies. Spricht man mit Personen, die auch hinter die offizielle Kulisse des 1. FC Köln blicken, bekommt man einen Eindruck, dass hier das dicke Fell, welches Wehrle in den beiden Causae gerne nach außen trägt, im Hinblick auf die zu erwartenden Widerstände einer recht dünnen Haut Platz gemacht hat.

Es ist bekannt, dass ich beim VfB Stuttgart zehn Jahre gearbeitet habe und Stuttgart meine Heimat ist. Stand heute gehe ich davon aus, dass ich meinen Vertrag bis 2023 erfüllen werde. Es gab von meiner Seite auch noch keine Gespräche mit dem VfB.
Alexander Wehrle, 10. Juli 2019, Quelle: https://www.ksta.de/sport/1-fc-koeln/verein-bald-fuehrungslos--wehrle-aeussert-sich-erstmals-zu-seiner-zukunft-beim-1--fc-koeln-32836292 (€)

Zugegeben, Alexander Wehrle hat noch einen gültigen Vertrag beim #effzeh bis 2023, aber wenn seine persönlichen Ziele nicht mit denen des neuen Vorstands deckungsgleich sind, können durchaus Zweifel an der Vertragserfüllung geäußert werden.

Grusel-Faktor: Die finanzielle Situation

Der #effzeh hat sich in der letzten Transferperiode finanziell zwar nicht übernommen, jedoch stark über seine Verhältnisse gelebt. Unter der Annahme, dass man diese Spielzeit die Klasse hält, ist die finanzielle Planung trotz der langfristigen und teuren Verpflichtungen noch im Rahmen.

Wir sind keine Bank, wir sind ein Fußballverein. Deswegen ist es das oberste Ziel, eine starke Mannschaft zu haben und wettbewerbsfähig zu sein. Ich glaube, es bringt nichts, zehn Millionen zu erwirtschaften und wieder abzusteigen.
Alexander Wehrle, Quelle: https://geissblog.koeln/2019/08/wehrle-zu-transferausgaben-wir-sind-kein-risiko-eingegangen/

Was aber passiert, wenn nun doch der Abstieg erfolgen sollte? Lt. Wehrle wäre man in der Lage, auch ein Jahr in der 2. Liga zu überleben, aber wäre man auch in der Lage, den Wiederaufstieg anzupeilen oder würde man auf den Spuren von Hannover 96 oder - schlimmer noch - dem 1. FC Kaiserslautern wandeln?
Natürlich hat man hohe Spielerwerte in den Büchern, die man im Falle des Abstiegs zu Geld machen könnte - zu Geld machen müsste, da man sich die Gehälter in der unteren Spielklasse wahrscheinlich kaum noch leisten könnte. Problematisch nur, dass andere Vereine das natürlich wissen und so die Preise drücken und Transfererlöse sinken könnten.








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Kommentare

  1. Sehr gute Analyse, aber vor Allem muss ich die ,,scheiss egal"-Anführungen hervorheben:
    Da wird seit Jahren von der PR-Abteilung des FC gehyped was das Zeug hält, aber fussballerisch liefert das "Hauptprodukt Fussballmannschaft" einen Offenbarungseid nach dem anderen ab und keiner will's bemerken!

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